Beitrag der Woche

Für alle Eltern von Priestern

Die Entscheidung, einer geistlichen Berufung nachzugeben, "Ja" zu sagen zu Gott und diesen Weg zu gehen, der zu Priestertum oder O...

Montag, 24. Juli 2017

Die Kirche, ein Fels

Du bist wie ein Fels, der gegen die Ewigkeit abstürzt,
      aber das Geschlecht meiner Tage ist wie Sand,
      der ins Nichts fällt!
Es ist wie Staub, der um sich selbst wirbelt.
Es hat sein Blut zum Gesetz des Geistes erhoben
     und seines Volkes Namen zum Gott.
Darum liegst du wie Reif auf den Wäldern seiner Träume
     und wie Schnee auf den hohen Tannen seines Stolzes,
Denn du lässt dich nicht ins Joch der Menschen beugen
     und leihest deine Stimme nicht ihrer Vergängnis.
Du wirfst die Nationen vor dir nieder, dass du sie errettest,
Du heißt sie vor dir aufstehen, damit sie ihr Heil wirken!
Siehe, ihre Grenzen sind wie Mauern aus Schatten
     vor deinem Antlitz,
     und das Brausen ihres Hasses ist wie ein Gelächter,
Ihre Waffen sind wie ein Klirren aus Glas,
     und ihre Siege sind wie Lichter in kleinen Kammern!
Aber dein Sieg reicht vom Morgen bis zum Abend,
    und deine Flügel wachsen über alle Meere,
Dein Arm umfängt Mohren und weiße Leute,
    und dein Odem weht über alle Geschlechter,
Deiner Stunde schlägt keine Stunde,
    und deine Grenzen sind keine Grenzen,
    denn du trägst im Schoße das Erbarmen des Herrn!


(aus: Hymnen an die Kirche, Gertrud von Le Fort)

Donnerstag, 20. Juli 2017

Auch Mutter Teresa konnte es nicht allen recht machen

Am 5. September 2017 wird  in der kosovarischen Hauptstadt Pristina eine neue Kathedrale eingeweiht, wie katholisch.de heute meldet. Patronin des neuen Gotteshauses wird die heilige Mutter Teresa, deren Todestag sich an diesem Tag zum 20. Mal jährt.

"Todesengel", "Heuchlerin"... das sind nur einige Ausdrücke, die rund um die Heiligsprechung von Mutter Teresa  durch das Netz schwappten. Aber das war ja vorherzusehen. Immerhin wurde Agnes Gonxhe Bojaxhiu, so ihr Taufname, bereits zu Lebzeiten weltweit verehrt wegen ihrer aufopfernden Pflege der ärmsten Menschen Indiens. Viele bejubelten sie, sie bekam den Friedensnobelpreis und mehrere Promis liebten es, sich mit ihr zusammen ablichten zu lassen. Sogar mehrere Bischöfe und Päpste vertrauten ihrem Rat. Sie galt als der Engel der Armen, weil sie aus ihrer gesicherten Existenz als lehrende Ordensschwester ausbrach, um die ärmsten und kränkesten Menschen, die von ihrer Umwelt als "unberührbar" ignoriert wurden, zu helfen. Vielen ermöglichte sie, den letzte Wegstrecke auf Erden in menschenwürdiger Umgebung zu tun. Doch warum bin ich dann nicht überrascht, dass die Heiligsprechung Mutter Teresas in den meisten Medien bestenfalls hämisch glossiert wird?

DVD  und CD des Musicals "Come be my Light" (ESM 2011) 
sind erhältlich im Webshop der Gemeinschaft Emmanuel. 

In ihrer Ansprache anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises sprach sich Mutter Teresa in ungewöhnlich scharfen Worten gegen die Abtreibung aus. Als "Krieg gegen das Kind" und "eines der größten Übel der Gegenwart" geißelte die kleine Ordensschwester das, was engagierte Feministinnen immer noch als eine ihrer größten Errungenschaften ansehen. Da ist es doch klar, dass sie selbst eine Frau, die sie für ihren selbstlosen Einsatz an den Ärmsten bewunderten, für diese Haltung wider den Zeitgeist aufs schärfste verurteilen und ihr alles mögliche am Zeug flicken wollen. Respekt vor einer Lebensleistung ist halt nebensächlich,wenn es darum, eine der heiligen Kühe unserer Zeit zu verteidigen. Abtreibung ist eben unverzichtbar, wenn es um die stete sexuelle Verfügbarkeit der Frau geht. Dass eine ständige sexuelle Verfügbarkeit sowohl Männer wie auch Frauen in emotionale Abhängigkeiten treiben kann, sie quasi ihren Trieben unterordnet, das hörten schon die Menschen um Mutter herum nicht gern, galt sie damit doch "Spaßverderberin". Für Mutter Teresa war jedoch das Einstehen für ein würdiges Leben aller Menschen und dies vom ersten bis zum letzten Herzschlag logische Folge ihres christlichen Glaubens, sah sie doch in jedem Menschen Jesu Angesicht. Diese Ansicht muss man nicht teilen, sollte sie jedoch respektieren und nicht Personen mit missliebiger Meinung persönlich beleidigend beschimpfen, wie es auch heute leider oft geschieht.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Fernsehserie "Der junge Papst" - Ein faszinierender Blick auf Papsttum und Kirche

Wenn das Label "Papsting" einmal so richtig passt, dann jetzt, wenn es um eine Besprechung der neuen Fernsehserie "The Young Pope" (dt. Der junge Papst) geht. Eigentlich springe ich ja nicht über jedes Stöckchen begeisterter Kommentare, die einen dazu animieren wollen, etwas Neues unbedingt zu lesen oder zu sehen. Aus diesem Grund kommen meine 2cents auch erst jetzt, nachdem mancherorts der Hype um Sorrentinos Serie bereits abgeflaut ist. Aber diesmal konnte ich nicht länger widerstehen:  Jude Law sieht selbst in weißer Soutane unübertroffen gut aus und die Zigarette im Mundwinkel unterstreicht das noch. Ein wenig erinnert Pius XIII an den ebenfalls fiktiven Monsignore Lorenzo Farnese mit Rockerkopftuch aus Mme Elsas Blognovela, die bislang unvollendet blieb. Leider, leider, schnüff.

Natürlich ist Sorrentinos junger Papst erst einmal ein Gedankenexperiment. Allein aufgrund seiner Herkunft (USA, einer der größten weltpolitischen Player) und seines Alters (Anfang 40, jünger als alle Päpste der Neuzeit). Und trotz seines unbestreitbaren Charmes ist er von verstörender Schroffheit. Als Antwort auf die sinkenden Zahlen von Gottesdienstbesuchern und Berufungen versucht er den radikalen Schritt hin zur "kleinen Herde". Mit der Weigerung seines fiktiven Papstes, sogar sich selbst überhaupt zu zeigen, führt Sorrentino die vatikanische Medienarbeit der letzten Jahrzehnte ad absurdum. Die Idee dahinter ist simpel: Er stellt das Mysterium in den Mittelpunkt. Das Mysteriöse, Versteckte und Verbotene trägt von jeher eine geheimnisvolle Anziehungskraft in sich. Seltsamerweise wollen wir Menschen das, was wir nicht haben können am meisten. Diese Erkenntnis möchte sich der junge Papst für seine Kirche zunutze machen. Es stimmt ob der ostentativen Hinwendung zur Tradition (rote Schuhe, Mozzetta, roter Saturno, Seda gestatoria uvm) zumindest nachdenklich und stellt die Frage, ob der Bildersturm der 1970er Jahre nicht doch etwas zu heftig war. Eine Sehnsucht nach sinnlichen Eindrücken auch im religiösen Bereich scheint ja doch geblieben zu sein.

Viel wurde bereits über die angeblichen Zweifel des jungen fiktiven Papstes geschrieben. Ein "Papst mit Glaubenszweifeln" jubelte die Presse, "ein zerrissener Papst", der "Papst glaubt nicht an Gott". Letzteres würde ich, nachdem ich die ganze Serie (die leider nur aus einer Staffel besteht) gesehen habe, nachdrücklich bestreiten. Natürlich glaubt Pius XIII an Gott. Er ist ihm, der in einem katholischen Waisenhaus aufgewachsen ist, so selbstverständlich wie das Atmen. Er spürt ihn nicht immer und aus diesem Nicht-spüren erwächst etwas, was der berühmten "Nacht des Glaubens" sehr nahe kommt. Dass er trotz allem seine Beziehung zu Gott und seine priesterliche Berufung auch kritisch reflektiert ist weder revolutionär noch neu. Im Gegenteil. "Die zweite Berufung ist schwieriger und vorbelastet im Vergleich zur ersten. Man muss nicht mehr den Enthusiasmus der Jugend bändigen. Nein, jetzt ringt man mit der Ernüchterung und der Begrenztheit der Vernunft" lässt Paolo Sorrentino Kardinal Spencer zu seinem päpstlichen Schützling sagen. Ich finde das klingt sehr realistisch.

Natürlich gibt es auch die verstörenden Bilder und überzeichneten Darstellungen mit denen für die Serie geworben wurde. Weder Sorrentino noch sein Hauptdarsteller sind gläubige Menschen. Leider. Es wird Machtmissbrauch in verschiedenen Formen gezeigt und Menschen, die ganz ungeniert ihre Gott gegebenen Versprechen brechen, besonders in sexueller Hinsicht. Man muss ja auch nicht allem und jedem zustimmen. Immerhin ist es auch nur Kunst. Alles in allem würde ich aber sagen, dass Sorrentino eine Interpretation des Papsttums gelungen ist, die das Hinschauen lohnt.

Dienstag, 18. Juli 2017

#Ehefüralle, #Kinderfüralle und was ich damit zu habe

Ich lebe also in einem Substitut. Das habe ich bei der Lektüre eines Artikels von Bernhard Meuser zur umstrittenen, jetzt leider offiziell genehmigten "Ehe für alle", gelernt.
 >> Der Staat muss zunächst einmal vom Ideal einer gelungenen Familie ausgehen, ja sogar das Gelingen möglichst vieler idealer Konstellationen aktiv fördern, bevor er sich in einer hierarchischen Reihenfolge den Substituten zuwendet. Substitute müssen ihrer Eigenart entsprechend auch gefördert werden, aber sie dürfen niemals dem Ideal der klassischen Familie gleichgestellt werden. <<
Das klingt erst einmal ziemlich hart, wenn man wie ich aus der besten aller möglichen Familien stammt, um den Spruch von Leibniz einmal abzuwandeln. Aber irgendwie stimmt es doch. Vollkommen unabhängig von jeglicher sexueller Orientierung entstammt jeder Mensch erst einmal der biologischen Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau. Auch ich habe eine biologische Herkunft, auch wenn ich die Menschen nicht kenne, denen ich mich verdanke. Aber das ist ja nicht meine Schuld. Und gerade aus dem Grund, weil meine leiblichen Eltern mich nicht selbst aufziehen, konnten, bin ich froh, in einem "Substitut" gelandet zu sein, dass dem Ideal so nahe kommt, wie es nur geht. Nämlich mit einem Vater und einer Mutter, die auch miteinander verheiratet sind und mir so einen Platz in ihrem Stammbaum bieten konnten. Aus Liebe, aus keinem anderen Grund!
Jetzt höre ich schon wieder die #Aufschreie, dass auch homosexuelle Verbindungen liebevoll sein können und auch Menschen gleichen Geschlechts Kinder aufziehen können. Natürlich können sie dies. Niemand bestreitet das. Gerade in der Nachkriegszeit, als viele Männer gefallen oder vermisst waren, haben sich Frauen zusammengetan, Verwandte oder Freundinnen, deren Kinder oft  gemeinsam und mit mehreren weiblichen Bezugspersonen aufwuchsen. Geschadet hat es ihnen sicher nicht. Aber die Väter fehlten doch. Auch wenn diese Kinder das vielfach erst nach langer Zeit, im Rückblick sozusagen, feststellen. Es fehlte der Gegenpol in ihrer Erziehung, das ausgleichende Element.

Mit der Einführung einer #Ehefüralle, die früher oder später ein flächendeckendes Recht auf Kinder auch für homosexuelle Paare nach sich ziehen wird, fördert man nun aber "Familien", in denen der eine oder andere Gegenpol fehlen wird. Nicht durch Tod oder Trennung, sondern schon von vorneherein. Und anders als die Organisation, die vor mehr als 30 Jahren meien Adoption abwickelte, sucht man nicht mehr "Eltern für Kinder" sondern "Kinder für Eltern". Es findet also eine Akzentverschiebung statt. Im Fokus stehen nicht mehr die Kinder, sondern die Erwachsenen und ihre Bedürfnisse. Jeder Mensch scheint gerade ein "Recht auf ein Kind" zu haben. Um die Rechte der Kinder schert sich niemand, auch nicht die, die vor Kurzem noch Kinderrechte im Grundgesetz verankert sehen wollten, um diese nötigenfalls gegen die Rechte der Eltern ausspielen zu können.

Da wir inzwischen so daran gewöhnt sind, dass alle Rechte sofort und für alle erfüllt werden müssen, ist die flächendeckende Bereitstellung künstlicher Alternativen zur Zeugung der nächste logische Schritt: IVF und Leihmutterschaft werden zum lukrativen Geschäft. Dies kann man in Ländern wie Großbritannien sehen, in denen die "Ehe für alle" bereits gilt. Interessanterweise setzt sich dann auch in diesem, so sensiblen und intimen Bereich eine kühle Marktlogik durch. Um IVF und Leihmutterschaft möglichst günstig anbieten zu können, weicht man, wie in der Produktion von Industriegütern, auf die sog. Dritte-Welt-Staaten aus. Dabei wollen die reichen Kunden aus den Industrienationen dann Kinder die ihnen äußerlich ähnlich sehen. Die Frauen aus den Niedriglohnländern Südostasien, deren Gebärmuttern "gemietet" werden, sollen deswegen auf keinen Fall ihre Gene weitergeben. Dass hier eine ganz neue Art der Ausbeutung von Menschen und des Rassismus anklingt, hören die wenigstens in ihrem Rausch der Machbarkeit.

Ich kann also weiterhin meine Adoptivfamilie, die aus einem leider allzu früh verstorbenen Vater und einer Mutter besteht, als meine "echte" Familie bezeichnen und dennoch vor dem Recht homosexueller Paare auf Kinder warnen. Dennoch, oder gerade deswegen.

Der Zentralrat der orientalischen Christen in Deutschland hat einen neuen Vorstand.


© Bild und Text aus der Pressemitteilung des ZOCD vom 15.07.2017
Nach zwei Jahren Amtszeit zog sich ein Teil des Vorstandes des Zentralrates Orientalischer Christen in Deutschland e.V. aus privaten und beruflichen Gründen von seinen Aufgaben zurück und übergab diese in neue und altbewährte Hände. Neuer Vorsitzender wurde Simon Jacob, Angehöriger der syrisch-orthodoxen Kirche, Mitbegründer des Zentralrates und bereits von 2013 bis 2015 Vorsitzender. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Christos Marazidis, gr.-orthodoxe Kirche, in seinem Amt bestätigt. Neuer geschäftsführender Vorstand ist Daniela Hofmann von der römisch-katholischen Kirche. Das Amt des Schriftführers bekleidet Rabia Makhoul, maronitische Kirche.
Die Beisitzer sind Markus Meleka und Mina Ghattas von der koptisch-orthodoxen Kirche, Yeksa Bakircian von der armenisch-apostolischen Kirche, Paulus Kurt von der syrisch-orthodoxen Kirche sowie Ferit Tekbas von der rum-orthodoxen Kirche.
Ein besonderes Vertrauenszeichen wurde seitens der Mitglieder gesetzt. Jeder einzelne Vorstand wurde einstimmig, ohne Gegenstimme oder Stimmenthaltung gewählt.
In dem sich anschließenden Segnungsgebet wurde der neue Vorstand im koptisch-orthodoxen Kloster Brenkhausen von Bischof Anba Damian gesegnet und verdiente Mitglieder des Zentralrates geehrt.
Als neue Friedensbotschafter wurden Mike Malke und Johannes Atug ernannt.
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Die Arbeit geht also weiter. Lasst nicht nach, bis zum Frieden ist es ein langer Weg. Und ich habe mir gerade euren Mitgliedsantrag heruntergeladen. Die Zeit ist reif, nicht mehr länger an der Seitenlinie beobachtend stehen zu bleiben.

Freitag, 14. Juli 2017

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters im Juli 2017: Für eine Rückkehr des Glaubens

Für unsere Schwestern und Brüder, die den Glaubensweg verloren haben, dass sie mit unserem Gebet das Evangelium neu hören und ihm folgen.

Donnerstag, 8. Juni 2017

Mein erstes Sauerteigbrot


Nun ist es also fertig. Schade, dass ihr jetzt nicht riechen könnt, wie das Brot duftet! Gut, es ist irgendwie nicht so gut aufgegangen wie ich das gern gehabt hätte; mehr in die Breite als in die Höhe, aber auf fern Geschmack kommt es an. Schauen wir mal ob der Sauerteig was bewirkt hat, so wie Jesus das selber gesagt (Mt 13,33).
Den Sauerteig habe ich übrigens ausnahmsweise mit Weizenmehl angesetzt (normal und vollkorn) und Wasser. Drei bzw vier Tage immer wieder den Sauerteig "füttern". Ganz wichtig! Das Gefäß nicht luftdicht verschließen, das Anstellgut  braucht Sauerstoff!
Ich habe mir einen Rest des Anstellgutes behalten und werde ihn weiter"füttern" für künftige Backprojekte.