Dienstag, 10. Januar 2017

Salat im Glas

Als ich das erste Mal von dieser Idee hörte, dachte ich, jetzt sind sie total übergeschnappt. Es gibt ja immer wieder so Trends beim Essen, irgendetwas, was gerade total angesagt ist, weil es gesünder, schmackhafter oder einfach hipper ist als alles bisher dagewesene. Praktikabiliät wird seltener beworben, aber in Zeiten von Single - Haushalten und Vollzeit-Beschäftigten verliert auch das "Essen zu mitnehmen" seinen spießigen Ruf. Da wir aber natürlich den alten Brotboxen vom Schulhof längst entwachsen sind, wird es umbenannt und in auch die Verpackungsmöglichkeiten werden ausgefallener. Da bekommt auch Mamas altes Marmeladenglas eine neue Verwendung. (Wobei auch das Einkochen von Gemüse oder Einwecken von Obst wieder eine Renaissance erlebt in meiner Generation, nebenbei bemerkt. Aber das wäre ein anderes Thema). Auf jeden Fall wollte ich das jetzt auch mal ausprobieren; denn es stimmt schon, ständig Döner oder Kantine ist auch fad. 

...und es ist fertig zum Mitnehmen.
Wenn man verschiedene Lebensmittel im Glas schichtet, ist das Wichtigste sein, dass man mit dem Dressing am Glasboden beginnt. Daher habe ich mich für den Anfang für einen Nudelsalat entschieden, weil ich nicht wusste, welche Lebensmittel mehr oder weniger Flüssigkeit absorbieren. Und das Ganze soll ja nicht ganz durchgematscht ankommen. Für einen leicht meditarrenen Touch habe ich italienische Kräuter für das Dressing genommen, dazu Essig, Öl, Pfeffer und Salz. Danach habe ich mit einigen Cocktailtomaten begonnen, darüber kommen dann gekochte Spirrelli Nudeln und kleine Mozzarella Kugeln. Dann noch Zwiebeln und Salatblätter, damit das Glas voll wird.

Kleiner Tipp! Für den Transport ist die Schichtung im Glas sehr gut geeignet. Zum Essen sollte man es dann schütteln und den Inhalt auf einen großen Teller geben.

Donnerstag, 5. Januar 2017

Für alle Eltern von Priestern

Die Entscheidung, einer geistlichen Berufung nachzugeben, "Ja" zu sagen zu Gott und diesen Weg zu gehen, der zu Priestertum oder Ordensleben führt, ist immer eine ganz persönliche Sache. Die Freunde, ja selbst Eltern und Geschwister, bleiben im Prozess der Entscheidungsfindung meist außen vor. Raten können sie, doch die Entscheidung muss jeder für sich allein treffen. Wie geht es Eltern, Geschwistern, Freunden, wenn sie den Sohn, Bruder, besten Freund dann als Priester wiederfinden? Das aktuelle L-Magazin (Ausgabe 02_2016) der Legionäre Christi und des Regnum Christi geht dieser Frage nach. Auf Seite 17 könnt ihr nachlesen, was die Priesterweihe für Eltern und Geschwister der am 10. Dezember 2016 geweihten Neupriester bedeutet. Und während die gedruckte Fassung  in diesen Tagen produziert wird und sich auf den Weg zu den Lesern macht, könnt  ihr das ganze L-Magazin auch hier direkt online lesen oder als pdf herunterladen.

Auch das Lied "Your Song" von Pater Albert Gutberlet beschäftigt mit diesem Thema. Es ist jenen Eltern gewidmet, die einen Priester als Sohn haben. Ab 2:07 Minuten heißt es dort:
We have been longing for this moment all those years;
A time of hope, a time of struggles, joys and tears.
Am if I'm here today and faithful to God's call,
It's sure His work, but after all:
How much is due to what you've done!
From you I've learned to walk
I've learned to talk,
I've learned to pray,
To make my stand, to go my way.
Now let me thank you with this song.

Die kleine Träumerei ist versunken

Da ist sie nun dahin gegangen und ich habe es nicht bemerkt. Dabei wollte ich ihr noch soviel sagen. Die Neuausgabe der Erzählung "Das fremde Kind" von Gertrud von le Fort hatte sie mir geschickt, einfach nur, weil ich sagte, dass ich es noch nie gelesen hätte. Dafür wollte ich mir bei ihr bedanken, genauso wie für ihre kenntnisreichen Ausführungen im Nachwort. Still ist sie gegangen. Nicht unerwartet, angesichts ihres hohen Alters und Lebenshaltung, aber plötzlich. So heißt es in der Meldung auf der Seite der Getrud-von-le-Fort-Gesellschaft, in welcher sie Mitstreiter für ihr Streben gefunden hatte, Leben und Werk der Schriftstellerin, Dichterin und Essayistin aus Boek bekannter zu machen.

Die Rede ist von Dr. Renate Krüger, die am 27. Mai 2016 zum himmlischen Vater heim gegangen ist. Ich bedauere besonders, dass ich diese eloquente, charmante Dame nun nicht mehr persönlich treffen werde. Via Facebook und Blogs hielten wir eine Verbindung, die sie - seltsam genug! - schließlich dazu bewegte, mir ihre Sammlung von Le-Fort Werken ebenso zu vererben, wie die Betreuung der Facebook-Seite für die Dichterin. Ihr zur Ehren werde ich mich nun mehr bemühen, die Fackel weiterzutragen, die sie mir in die Hand gedrückt hat. Um das Vertrauen zu rechtfertigen, das sie in mich gesetzt hat und weil es die Werke Gertrud von le Forts wirklich wert sind, wieder gelesen zu werden. Und vielleicht auch wieder adaptiert...für Theater, Film oder Hörfunk? Immerhin, Le Fort  sprach zwar in historischen Metaphern, meinte aber immer Ereignisse, die zur ihrer Zeit aktuell waren.

Dienstag, 3. Januar 2017

Auf eine Tasse Tee mit Goethes Mutter



Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für ein ganzes Jahr reicht. 

Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor. Man füge 3 gehäufte Eßlöffel Optimismus hinzu, 1 Teelöffel Toleranz, 1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt. Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen.

Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und  serviere es täglich mit Heiterkeit und einer wohltuenden Tasse Tee.

© Catharina Elisabeth Goethe, 1731-1808

Sonntag, 1. Januar 2017

Gebetsanliegen des Heiligen Vaters im Januar 2017

Für die Einheit der Christen: Alle Christen mögen sich treu zur Lehre des Herrn in Gebet und Nächstenliebe intensiv um die Wiederherstellung der kirchlichen Gemeinschaft bemühen und sich gemeinsam den humanitären Herausforderungen stellen.

Samstag, 31. Dezember 2016

Wende die Not

Jahresheiligen-Ziehen ist ein schöner Brauch. Man kann es sich elektronisch per Zufallsgenerator ermitteln lassen oder die Zettel in geselliger Runde ziehen. Mir wurde für 2017 die hl. Notburga zugedacht. Was eine "Büromaus" mit der Schutzheiligen der Dienstboten zu hat, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht dass ich über das außerordentliche Jubiläumsjahr der (Göttlichen) Barmherzigkeit  hinaus barmherzig und großherzig bleiben soll? Denn Notburga war besonders dafür bekannt, dass sie Speisereste ihrer Herrschaft an die Armen verteilte. Und als ihr dies verboten wurde, fastete sie und verteilte das so gesparte Essen.  Vielleicht möchte mich der Herr auch ermutigen, dass ich auch im Jahr 2017 A.D. die Hoffnung nicht aufgebe, die Augen nicht vor der Not verschließe und sie versuche zu wenden, wo es in meinen Kräften liegt.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Wir beten für Berlin!

Da wacht man auf und dann war da über Nacht ein Attentat. Mit 12 Toten. Im eigenen Land. Wahrlich, eine "Affentat",wie mein kleiner Bruder das Wort früher zu verballhornen pflegte. (Wobei, selbst Affen wären wohl anständiger, als mit einem LKW in eine friedliche Menschenmenge zu rasen). Beten wir also für Berlin - für die Opfer um das ewige Leben und für den Täter, dass er sich bekehrt und seine Tat bereut.





Montag, 19. Dezember 2016

Über die Sinnhaftigkeit der Weihnachtsspende

Am Ende des Jahres einen Teil seines Gehalts an Zwecke zu spenden, die dem Allgemeinwohl dienen, ist ein sehr alter Brauch in den meisten Ländern des christlichen Abendlandes. Der bereits verstorbene Pater Gereon Goldmann erinnerte sich aus seiner Kindheit in den 1920er Jahren:
"Vater erhielt das ganze Jahr hindurch ganze Stöße von Bittbriefen verschiedener Klöster, besonders aus den Missionen. Alles wurde bis Weihnachten in eine große Kiste getan. Am Weihnachtsmorgen wurden die Briefe gemeinsam geöffnet und gelesen. Wir Kinder durften das Geld in die vielen Umschläge tun. Jede einzelne Bitte wurde mit einer Gabe bedacht, je nach Verdienst des Vaters während des Jahres."   
So werden Kinder an die edlen Tradition des Gebens herangeführt und gleichzeitig daran erinnert, dass viele gute Dinge in der Welt erst durch Spenden möglich werden. Tatsächlich ist Spenden eine Art aktiv die Welt um uns herum zu gestalten. Über selbst erwirtschaftetes Geld kann man schließlich nach Gutdünken verfügen. Diese Erkenntnis gehört zur wirtschaftlichen Grundbildung. Statt auf "den Staat" und "die da oben" zu schimpfen, sollte man also seine Energie lieber dazu verwenden, sich nach Organisationen und privaten Intiviativen umzusehen, die sich mit Dingen beschäftigen, die man selbst gefördert sehen möchte.
 
Aber kommt mein Geld auch bei den gewünschten Zwecken an?
Nachdem ich nunmehr in meiner dritten Stelle im sogenannten Dritten Sektor arbeite, kann ich sagen, dass die allermeisten Organisation sehr verantwortungsbewusst mit den ihnen anvertrauten Mitteln umgehen. Natürlich gab und gibt es auch immer wieder schwarze Schafe; mir ist persönlich kein solcher Fall bekannt. Natürlich haben auch diese Organisationen einen gewissen Verwaltungsbedarf. Menschen wie meine Kollegen (und ich) sind dazu da, über die Projektarbeit zu informieren; darüber wofür die Spendengelder verwendet werden und was gebraucht wird. Wir halten also den Menschen, die in den Projekten arbeiten, den Rücken frei. Die meisten Spenden werden dafür gebraucht, um die einmal begonnene Arbeit fortzusetzen. Not hat ja die Angewohnheit, sich zu potenzieren und wenn z.B. eine Generation ausgebildet ist, wartet schon die nächste. Das ist aber auch immer ein gutes Zeichen, denn es zeigt, wie viele Dinge auch ohne staatliche Hilfe möglich sind.

In diese Sinne: Traut euch, gebt eine Weihnachtsspende! Es kommt auch auf euch an (ob viele gute Sachen weitergehen).
Mit diesem freundlichen Schweinchen werden künftig Beiträge gekennzeichnet,
die von unterstützendswerten Initiativen berichten. 


Donnerstag, 15. Dezember 2016

Gegrüßt seist du Maria, jungfräuliche Zier


Wir brauchen ein neues Lepanto!

Aleppo versinkt im Chaos, man kennt nicht mehr Freund noch Feind, im Jemen verhungern die Menschen unbemerkt von der Weltöffentlichkeit, im Irak kämpfen die verbliebenen Jesiden weiterhin verzweifelt um ihr Überleben... und das sind nur einige der aktuellen Meldungen aus dem Nahen Osten. Schaut man sich in der Welt um, so entdeckt man noch viel mehr Beweise dafür, dass der Mensch dem Menschen zum Wolf werden kann. In Pakistan verrottet eine junge Mutter zum Beispiel seit Jahren im Gefängnis, weil sie es als Christin gewagt hatte, Wasser aus einem Brunnen geschöpft zu haben, der auch von Muslimen genutzt wird. In Nordkorea wird man schon ins Konzentrationslager gesteckt, wenn man eine Bibel nur anfasst. Und mit Konzentrationslager sind Konzentrationslager gemeint. Durchaus auch solche nach den Massstäben, welche die Deutschen vor 70 Jahren gesteckt haben. Der Zustand der Welt könnte also zum Verzweifeln sein! Könnte, wenn mit der Verzweiflung eines einziges Menschenkindes nur ein einziges Leben gerettet würde. Könnte auch, wenn es nicht letztlich ein ganz Anderer wäre, der diese so schrecklich-schöne Welt geschaffen und damit ihr Schicksal letztlich in Händen hält.

Ja, tatsächlich und deswegen ist Beten auch nicht einfach nur heiße Luft oder Reden vor einer Wand. Wenn Jesus selber schon sagte, dass sich ganze Berge heben würden, wenn wir nur mit soviel Glauben wie ein Senfkorn hätten. Glauben heißt in diesem Fall vor allem aufrichtiges Vertrauen in die Güte und Allmacht Gottes. Daran, dass Er tatsächlich alles vermag und uns vor allem nur gut will. Ohne insgeheim Vorbehalte zu hegen, weil unsere Gebete nicht so erhört werden, wie wir das wollen. So prompt und auf genau die Weise, wie wir uns vorstellen. Aber wir können Gott nun mal nicht vorschreiben, wie Sein ewiger Plan gefälligst auszusehen hat. Auch wenn wir noch so gerne wollten. Und weil Gott uns so selten "nach unserer façon" erhört hat, sich also nicht missbrauchen ließ als Erfüllungsgehilfe unseres Egos, schmollen wir jetzt wie kleine Kinder? Deswegen gehen wir jetzt nie wieder zu ihm, auch wenn durch "Gebet und Fasten sogar Kriege verhindert werden können", wie die Muttergottes bei verschiedenen Gelegenheiten ausrichten ließ? Ist das nicht grob fahrlässig von uns, wenn ihr es mit unserem christlichen Glauben wirklich ernst meinen wollen? Zur Erinnerung ein kleiner Blick hinter die Kulissen der Schlacht von Lepanto. Das Rosenkranzfest am 7. Oktober ist uns aus jenen turbulenten Tagen geblieben.
>> Die heiligmäßige Katharina von Cardonne, die Erzieherin Don Juans (de Austria), sah in einer Vision, dass es sich im Letzten um ein Ringen der göttlichen Gerechtigkeit mit der göttlichen Barmherzigkeit handelte. Am Tag der Schlacht sah sie ein gewaltiges Geschehen: Gottes erhabene Majestät und ebenso viele dämonische Geister, welche die unzähligen Sünden der Christen in Europa vor Gott brachten und unerbittlich das Eingreifen von Gottes Gerechtigkeit forderten. Gleichzeitig sah sie Maria, von Engeln begleitet, Gott alle Rosenkränze darbringen, die gebetet wurden. Durch das Gebet des Rosenkranzes wurde der Kampf der beiden Flotten zugunsten der Christen am 7. Oktober entschieden. Die christliche Flotte konnte einen vollständigen Sieg über die Schiffe der Muslime erringen, obwohl sie zahlenmäßig weit unterlegen war. << 
[© Pfarrer Dr. Richard Kocher auf kath.net am 07.10.2016]

Wie erhaben fühlen wir uns oft gegenüber den Menschen früherer Zeiten! Eigentlich haben wir gar keinen Grund dazu. Den Grundsatz 'Beten, als ob alles von Gott abhängt und arbeiten, als ob alles von mir abhängt' haben sie jedenfalls besser beherzigt als wir. Und mehr Vertrauen hatten sie auch. Worauf warten wir also? Es ist längst Zeit für ein neues Lepanto!

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Kann man Vergebung im Film darstellen?

Wer von meinen lieben Lesern da draußen wollte schon immer mal ein Drehbuch schreiben? Dieses prickelnde Gefühl erleben, seine Idee verfilmt zu wissen und auf der Leinwand zu sehen? Wenn man dann auch noch Gott wieder ins Gespräch bringen kann, sollte einen doch nichts mehr davon abhalten, an der neuen Storymaker-Aktion von Mannaplace e.V. teilzunehmen. Naja, bis auf eine fehlende Muse vielleicht. Ihr erinnert euch? Mannaplace, das waren mit dem berührenden Filmchen "Philipp und ich".

Wenn ihr eine zündende Kurzfilmidee rund um das Thema "Vergebung" habt, dann schreibt sie auf und schickt sie bis zum 31. Dezember 2016 über das Geschichten Formular ein

Da sich diese coole Truppe hundertprozentig auf Gott verlässt und darum ausschließlich aus Spenden finanziert, sind sie gerade wieder auf der Suche nach verlässlicher finanzieller Hilfe. Bis 29. Dezember 2016 wollen sie 50 neue Produzenten, d.h. monatliche Dauerspender, finden. Alle Infos dazu und die Möglichkeit online zu spenden, findet ihr auf --> mannaplace.de/produzent/.

    Dienstag, 13. Dezember 2016

    Was wäre, wenn es kein Weihnachten gäbe...?

    © 1000plus.de, eine Organisation, die Frauen in Not beraten und helfen.
    ...weil Jesus nicht geboren wurde. Er müsste nicht notwendigerweise in einer Abtreibung gestorben sein, wie es linksextreme Abtreibungsbefürworter alljährlich beim Marsch für das Leben herbei phantasieren. Es würde schon reichen, wenn Maria "Nein" statt "Mir geschehe nach Deinem Wort" zum Engel gesagt hätte. Weil es ihr gerade nicht in den Kram gepasst. Weil sie sich ihr Leben keusch und kontemplativ geplant hatte und nicht Mutter hätte sein wollen. Ja, was dann?
    Zunächst gäbe es kein Weihnachten. Juhu, kein Stress, keine ständiges Jingle-Bells-Gedudele, keine Geschenke-Kauf-Rennerei, kein  "Wir-sind-jetzt-gemütlich"- Zwang, der doch jedes Jahr in den großen Familienstreit ausartet. Diejenigen, die ein wenig bildungsbürgerlicher unterwegs sind, könnten sogar darauf schließen, dass es ohne Weihnachten - Jesu Geburt - auch kein Ostern - Jesu Tod und Auferstehung - geben würde. Also auch Christentum und keine Kirche. Hier höre ich schon die Jubelschreie der agnostischen Hedonisten unserer Tage, die sich von "der Kirche" nicht ihr Leben vorschreiben und vermiesen lassen wollen. Oder die Jubelschreie derjenigen, welche der Kirche, namentlich der Katholischen, die Schuld an Kreuzzügen, Hexenverbrennungen und am besten noch Pest und Cholera zuschieben möchten. Natürlich ist eine historische Verantwortung von Vertretern der katholischen Kirche an geschichtlichen Ereignissen der Vergangenheit nicht zu leugnen. Das tut ja auch niemand, der sich ernsthaft damit befasst. Aber dieser Furor, mit dem "die Kirche" und "das Christentum" pauschal für alles Schlechte in der Welt zur Rechenschaft gezogen werden soll,  - Es wollte sogar schon mal jemand Papst Johannes Paul II deswegen verklagen. Kein Witz! - das riecht doch sehr nach Verdrängung der Verantwortung für eigene Handlungen. Also nach dem Motto: wieso soll ich mich ändern, die Kirche ist doch viel schlimmer.

    Also, was würde fehlen wenn es kein Weihnachten gäbe? Für diejenigen, die an die Offenbarung Gottes in Jesus Christus glauben fiele nichts geringeres als die Erlösung der Welt weg! Der Rest dürfte sich dann einen anderen Sündenbock suchen.

    Dezember ist Muttertags-Monat

    Hier nun mein Betrag in der Reihe Blogoezesen-Adventskalender-2016. Vielen Dank an Heike für die Organisation. Morgen, 14.12., geht es dann bei den Wegkreuzen weiter. 



    Im katholischen Brauchtum gelten der Mai und der Oktober als klassische Marienmonate. Es gibt Flurprozessionen mit Anrufungen der Muttergottes und das Rosenkranzgebet wird verstärkt gepflegt. Für alle Skeptiker, das ist jenes meditative Gebet, an dem die Geheimnisse von Jesu und Mariens Leben an einer Perlensschnur "betrachtet" werden. Fünf mal zehn Ave-Maria mit eingestreuten Vater-Unser-Gebeten, das wirkt beruhigender als alle hinduistisch-buddhistisches "Ohms" es jemals könnten. Aber ich schweife ab...
    Warum finde ich nun, dass eigentlich auch der Dezember in die Reihe der Marienmonate hinein gehörte? Die Antwort ist einfach: In welchem anderen Monat sind soviele Feste und festliche Gedenktage versammelt, die unmittelbar mit der Muttergottes zu tun haben? Natürlich ist Weihnachten zunächst einmal der Jesu Geburtstag. Aber was ist ein Geburtstag anderes als ein riesengroßes Dankeschön an die Frau, die all die Arbeit damit hatte? Die Schmerzen der Geburtswehen, die Sorgen um das Wohlergehen des Säuglings und Kleinkinds, des Kindes und des Jugendlichen. Wie oft würdigen wir das bei unseren eigenen Müttern? Und erst recht bei der Frau, die durch ihr "Fiat" unser aller Erlösung erst möglich gemacht hat. Wieviel Mut und Vertrauen steckt in diesem einem, kleinen Wort! Wie logisch erscheint es da doch, dass Maria von ihrer Ur-Dispostition her anders gestrickt war als wir anderen Menschen. Denn mit der "Unbefleckten Empfängis" Mariens, die wir am 8. Dezember gefeiert haben, ist genau das gemeint. Dass Maria durch Gottes Gnade von Anfang an frei war von der "Ursünde" des Misstrauens gegen Gott, was sie erst in die Lage versetzt hat, so vertrauensvoll zuzustimmen zu einem Plan, der ihr ganzes persönliches und soziales Leben umstürzte. Aber auch Mutter ist sie geworden, nicht nur von einem, leiblichen Kind, sondern von der ganzen Welt. So teilte sie es jedenfalls dem Azteken Juan Diego mit, dem sie vom 9. bis zum 12. Dezember 1531 als himmlische Erscheinung begegnete. Das kann man nun glauben, oder auch nicht. Die Tilma, jener Agaven-Umhang, den Juan Diego bei der Begegnung mit Maria trug und in welchem sich auf wundersame Weise ihr Bildnis erhalten hat, gibt jedenfalls ein beredtes Zeugnis davon.

    In einer wunderschön allegorischen Weise wird die Mutterrolle Mariens auch in dem Kinderbuch "Take it to the queen" von Josephine Nobisso erzählt. Die deutsche Ausgabe ist in dem kleinen Verlag Catholic Media erschienen und kann dort - psst! Geschenktipp! - online bezogen werden.


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